Ausstellungsstände & Exponate

An mehr als 20 Ausstellungsständen und Exponaten informierten wir über neueste Forschungsergebnisse und innovative Ideen aus den Bereichen Produktion, Konsum und Recycling von Plastik sowie mögliche Folgen für Binnengewässer und Meere. Die teilnehmenden Forschungsprojekte und weitere beteiligte Partnerinstitutionen werden auf dieser Seite kurz vorgestellt.

 EmiStop

EmiStop hat sich das Ziel gesetzt, systematisch die Kunststoffemissionen relevanter Industriebranchen in Abwasser zu erfassen. Durch diese Analyse soll eine bewusstere Wahl für optimale Technologien zur Abwasseraufbereitung ermöglicht werden. Da am Projekt auch Partner aus Industrie und Interessengruppen teilgehabt haben, werden neben ökologischen auch wirtschaftliche und soziale Faktoren miteinbezogen.

Exponat: Im Flotationsmodell können Sie beobachten, wie Mikroplastik durch Flockungsmittel agglomeriert und abgeschieden werden kann.

ENSURE

ENSURE hat sich zum Ziel gesetzt, leichter abbaubare Kunststoffe zu entwickeln, die eine ähnliche Stabilität wie herkömmliches Plastik aufweisen. Hierzu wurden unterschiedliche neuartige Kunststoffe auf ihre physikalische und biologische Stabilität untersucht. Zudem wurde im Rahmen des Projekts die Abbaubarkeit und Umweltverträglichkeit dieser neuartigen Kunststoffe getestet. 

InRePlast

Das Projekt InRePlast hat sich mit Kläranlagen und ihrer Rolle in der Verhinderung von Kunststoffeinträgen in Gewässer beschäftigt. So wurde in vier Modellgemeinden erfasst, wie viel Plastik über Schmutzwasser und Niederschlagsabläufe in die Entwässerungssysteme gelangt ist. Auf dieser Basis fand eine Hochrechnung auf die Lage in gesamt Deutschland statt. Dies ermöglichte eine Analyse von Instrumenten, die die Minderung der Plastikverschmutzung unterstützen können. 

Am Ausstellungsstand werden zwei Spektrometer aufgebaut sein, mit denen sich der Plastikgehalt von verschiedenen Produktieb wie zum Beispiel Kleidungsstücken messen lässt. 

Innoredux

Innoredux arbeitet an Strategien der Verpackungsvermeidung und -reduktion in den Lieferketten von beispielsweise Supermärkten und Unverpacktläden. Unter anderem wurde im Rahmen des Projekts untersucht, wie durch Substitution und Verpackungsverzicht Plastikeinsatz und -abfällevermindert werden können. Denn die Entscheidung für eine nachhaltige Verpackung ist komplex: Plastik, Papier, Mehrweg – Welche Verpackung ist ökologisch am sinnvollsten? 

Am Innoredux-Messestand werden die Ergebnisse aus dem Heidelberger Verpackungslabor vorgestellt: Die Besucher*innen können die Ökobilanzen von Mandeln, Käse und weiteren Produkten kennenlernen, sich Tipps und Tricks zur Verpackungsreduzierung bei den Innoredux Praxispartnern abholen und ihr Wissen zu nachhaltigen Verpackungen testen.   

#InyourFace

Die Ausstellung macht die kaum sichtbare und doch universelle Präsenz von Mikroplastik greifbar: Anhand von 56 Portraits, die auf dem Kunstwerk Microplastics II der renommierten Künstlerin Swaantje Güntzel basieren, lädt die Ausstellung zur Reflexion des Menschen auf seinen Lebensstil ein. Mit dem Portrait einer symbolischen Schönheitsmaske aus Mikroplastikpartikeln und blutender Nase machen namhafte Gesichter wie Dieter Hallervorden, Luisa Neubauer, Johannes Strate oder Ranga Yogeshwar ein öffentliches Statement. 
Besucher*innen können vor Ort ein 3-D-Selbstportrait digital mit einem Instagram Filter aufzunehmen und dieses mit einem Statement zum Thema Mikroplastik und dem Schutz der Umwelt veröffentlichen.


Nehmen Sie an der begleitenden Umfrage zum Thema "Mikroplastik in Kosmetik" von Ocean.Now! teil. 

KuWert

Besonders in Ländern des globalen Südens werden Kunststoffabfälle oft nicht erfasst. Statt einer Aufbereitung, die einen Ressourcengewinn und die Schaffung von Arbeitsplätzen ermöglicht, gelangen die Abfälle so oft ungefiltert in die Meere und stellen erhebliche Bedrohungen für die Ökosysteme dar. Das Projekt KuWert hatte das Ziel, Konzepte für eine Infrastruktur in ebendiesen Ländern zu entwickeln, die eine schiffsgestützte Behandlung und Vermarktung von Kunststoffabfällen unterstützt. Das Projekt setzt so an der Quelle des Problems maritimer Plastikverschmutzung an und zeigt gleichzeitig Wege für Wertschöpfungsketten in den Zielländern auf. 

Exponat: Das Schiffsmodell zeigt, wie ein „schwimmende Recyclingbetrieb“ aussehen könnte.

MaReK

Im Projekt MaReK wurde die Technologie Tracer-Based-Sorting (TBS) für die Identifikation und Sortierung von Kunststoffverpackungen adaptiert und wissenschaftlich untersucht - von der Verpackungsentwicklung über die Detektions- und Sortiertechnik bis hin zur hochwertigen werkstofflichen Verwertung. TBS eröffnet die Möglichkeit, nach beliebig festlegbaren Kriterien zu sortieren – unabhängig von Materialeigenschaften, robust gegen Verformung und Verschmutzung und flexibel einsetzbar. 

Dieses Prinzip der Erkennung von Verpackungen mit Hilfe von Tracern zeigt der Messedemonstrator der Firma Polysecure auf anschauliche Weise.

Exponat: Der „Sortierdemonstrator“ zeigt,
wie diese neue Sortiertechnologie funktioniert.

MicBin

Ziel des Projekts MicBin war die erstmalige Bilanzierung des Eintrags von insbesondere Mikroplastik in das deutsche Donaueinzugsgebiet mit Messungen an den wesentlichen Donau-Zuflüssen. Der Fokus der Analyse lag hier auf besonders kleinen Plastikpartikeln mit einer Größe unter 300 μm, da für diese Partikel noch recht wenige Erkenntnisse vorliegen. Die durch Messungen erlangten Ergebnisse wurden in Modelle eingespeist, sodass eine Plastikbilanz für das gesamte deutsche Donaueinzugsgebiet erstellt werden konnte. Dies ermöglicht die Identifikation von Maßnahmen zur Reduktion der Plastikbelastung.

Aktion während des Thementags:

Mit einer Filterkaskade wird im Außenbereich das Spreewasser
auf Mikroplastik untersucht. 
10:30 Uhr | 13:00 Uhr | 15:00 Uhr | 17:00 Uhr

MicroCatch_Balt

Im Rahmen des Projekts MicroCatch_Balt wurde ein Modell erstellt, das die Quellen, Senken und Verbreitungsprozesse von Mikroplastik im Warnow-Einzugsgebiet an der Ostsee wiedergibt. Durch die Verbindung zur offenen Ostsee können Plastikpartikel einfach ins offene Meer gelangen, wo sie dann schwerer zu reduzieren sind.

Exponat: An einem Multitouch-Tisch können Sie sich interaktiv über Mikroplastik und die erstellten Modelle des Projekts informieren.

MikroPlaTaS

Die Verbreitung von Mikroplastik in Flüssen verdeutlicht, dass es entlang des Flussverlaufs neben Quellen auch Senken gibt. Im Rahmen des Projekts MikroPlaTaS wurde in diesem Zusammenhang besonders die Rolle von Talsperren und Stauhaltungen untersucht. An diesen Stellen setzt Mikroplastik sich am Boden des Gewässers ab, was auf der einen Seite den Nutzen eines geringeren Eintrags in die Meere mit sich bringt, aber andererseits auch Risiken für die dortigen Ökosysteme birgt. Im Projekt wurden auch speziell die Auswirkungen auf Organismen untersucht, die Mikroplastik in Folge des Sedimentationsprozesses aufgenommen haben. 

PLASTRAT

Innerhalb des Projekts PLASTRAT arbeiten zehn Verbundpartner gemeinsam an verschiedenen Themen im Bereich Mikroplastik. Hierbei werden unter anderem untersucht, auf welchen Eintragspfaden Mikroplastik in Süßwassersysteme gelangt. Darauf aufbauend wurden die Auswirkungen dieser Verschmutzung auf Mensch und Umwelt untersucht und Strategien entwickelt, die diese eliminieren können. Ziel des gesamten Projekts war eine Bewertung der Umweltverträglichkeit verschiedener Kunststoffarten. 

PLAWES

Im Rahmen des PLAWES-Projekts wurde der Einfluss von Mikroplastikverschmutzung auf ein großes europäisches Flussgebiet (Weser) untersucht. Da Mikroplastik mit natürlichen Bestandteilen des Ökosystems interagiert kann es zu diversen Effekten kommen, welche in diesem Projekt studiert wurden. So können die Umweltrisiken von Mikroplastik besser abgeschätzt und wissenschaftsbasierte Lösungen für das Problem Mikroplastik in der Umwelt gefunden werden.

Plastic Pirates - Go Europe!

Die Aktion Plastic Pirates – Go Europe! ist eine Citizen-Science-Aktion zum Mitmachen, bei der Jugendliche in Gruppen zu Plastikverschmutzung in deutschen Gewässern forschen. Dabei gehen sie folgenden Fragen nach: Wie viel und welcher Plastikmüll lässt sich dort finden? Wo sammelt sich besonders viel Müll? Und welche Rolle spielt die Fließgeschwindigkeit dabei?

Die Kieler Forschungswerkstatt, welche das Projekt ins Leben gerufen hat, nutzt die gesammelten Daten, um Analysen beispielsweise zu besonders verschmutzten Gewässern oder zur Verteilung des Plastiks von der Quelle bis zur Mündung der Flüsse zu erstellen. Bei den Plastikpiraten handelt es sich um ein bürger*innenwissenschaftliches Projekt, in dem Wissenschaftler*innen und Bürger*innen Hand in Hand arbeiten. 

PlastikBudget

Kunststoffe in der Umwelt sind ein wachsendes Problem für Ökosysteme. Um politische Maßnahmen ergreifen zu können, ist es wichtig, von Kunststoffen die Emissionsquellen, –mengen und ihre Verbreitung in der Umwelt zu kennen. Aus den Erkenntnissen wurde ein Pro-Kopf-Budget für Kunststoffe abgeleitet, dass die maximale ökologisch verträgliche Emissionsmenge pro Person definiert. Zudem wurden Methoden entwickelt, um potenzielle Wirkungen von Makro- und Mikroplastikemissionen in Ökobilanzierungen adäquat abzubilden. Die Projektergebnisse schaffen eine quantitative Grundlage für zukünftige politische Entscheidungsprozesse.

 

An unserem Stand können die Bürger*innen direkt mit den Wissenschaftler*innen ins Gespräch kommen. Doch das soll keine Einbahnstraße sein. Wir wollen auch die Meinungen und Wünsche der Bürger*innen erfassen und ihre Ideen sammeln, damit wir diese für neue Forschungsfragen nutzen können. 

REPLAWA

Abwasser enthalten oft große Mengen an Mikroplastik. Durch eine gute Behandlung beispielsweise in Kläranlagen kann der Anteil an Mikroplastik jedoch reduziert werden, bevor das Wasser zurück in den Kreislauf gespeist wird. Das REPLAWA-Projekt hat sich zum Schutz der Ressource Wasser intensiv mit der Behandlung von Abwasser beschäftigt. Durch effektive Behandlung kann in Kläranlagen bis zu 95% des Mikroplastiks aus Abwasser herausgefiltert werden.

Exponat: Die Probenahmeapparatur „RoSi“, ein rotierendes Sieb zur Mikroplastikprobennahme aus Gewässern.

Reifenabrieb in der Umwelt 

Reifenabrieb ist einer der größten Verursacher von Mikroplastikausstoß, der zudem oft zur Verschmutzung der Wasserkreisläufe führt. Das Verbundprojekt RAU hat sich intensiv mit dieser Problematik auseinandergesetzt und somit herausgefunden, wie während der Nutzung des Reifens Mikroplastikausstoß verursacht wird. Der entstehende Abrieb wird tatsächlich zum größten Teil bei Niederschlag in die aquatische Umwelt eingetragen, und dies fast immer unbehandelt.

Exponat: Der entwickelte Probennahmekorb, der für Messungen in Gullys platziert wird.

ResolVe

ResolVe ist ein Projekt, dass sich das Recycling von Polystyrol-Abfällen als Ziel gesetzt hat. Plastik, das normalerweise im Müll landen würde, kann so in neue hochwertige Kunststoffprodukte zur wirtschaftlichen Nutzung umgewandelt werden. INEOS Styrolution leitete die Forschung mit dem Ziel, das als Hauptbestandteil des Recycling-Prozesses entstehende Styrol-Monomer in der eigenen Produktion einzusetzen. 

revolPET

revolPET ist ein Verfahren zum hochwertigen Recycling von PET-Kunststoffen. Es ermöglicht eine effiziente und klimaschonende Aufbereitung von PET-haltigen Kunststoffen und realisiert so einen vollständig neuen Ansatz des Recyclings. revolPET spart gegenüber der Produktion aus Rohöl mehr als 45 Prozent der CO2-Emissionen und trägt so zur Kreislaufwirtschaft bei. Die Technologie wurde von RITTEC Umwelttechnik entwickelt.

RUSEKU

Das Verbundprojekt RUSEKU hat repräsentative Untersuchungsverfahren entwickeln, die den Mikroplastikgehalt über die verschiedenen Bereiche des Wasserkreislaufs genauer und schneller messen können. Im Mittelpunkt standen dabei Probenentnahmeverfahren im städtischen Abwassersystem und in Fließgewässern.

SubμTrack

Die zur Untersuchung von Mikroplastik in der Umwelt verfügbaren Methoden sind vor allem für Partikel im Größenbereich von 1 μm bis 5 mm ausgelegt. Kleinere Partikel unterhalb 1 μm werden bisher kaum erfasst. Das Verbundprojekt SubµTrack legte den Fokus dagegen auf sogenannte Submikroplastikpartikel mit einer Größe zwischen 50nm und 100 μm. Diese winzigen Plastikteilchen werden nicht nur selten erfasst, sie weisen auch ein höheres Potenzial zur Aufnahme von Schadstoffen auf.
Exponat: Zwei gleich große Wassersäulen mit rotierendem Wasser, von denen nur eine Mikroplastik enthält. Schätzen Sie, wie viele Mikroplastik-Partikel sind es?

Textile Mission

 

Partner aus der Sportbekleidung- und Waschmittelindustrie haben im Rahmen des Projekts TextileMission nach Wegen gesucht, den Austrag von faserförmigem Mikroplastik aus Sportartikeln zu senken. Hierzu wurde an der Optimierung beim Herstellungsprozess sowie beim Waschen und bei der Reinigung der Artikel gearbeitet. 

VerPlaPoS

VerPlaPoS untersuchte, inwiefern an der Supermarktkasse oder im Bekleidungsgeschäft durch bewusstes Kaufverhalten Plastikabfälle vermieden werden können. Im Rahmen des Projekts wurden Verpackungen für ausgewählte Lebensmittel und Bekleidungstextilien näher betrachtet. Hintergrund: Während beim Lebensmitteleinkauf Verpackungen allgegenwertig sind, bleiben die Verpackungen für Bekleidungstextilien für Verbraucher*innen im Verborgenen.